Erster Monat der Reise ist vorbei – Zeit das erste Resümee zu ziehen.

Gefahrene km, seit Montevideo: 2474
Ausgaben Essen: 240,00 €
Ausgaben Diesel: 120,00 €
Ausgaben Unterkunft: 220,00 €
Ausgaben Ausflüge& Co: 80,00 €

Über die Kosten sind wir überrascht. Schon der erste Gang in den Supermarkt war eine große Überraschung für uns. Die Preise sind in großen Supermärkten wie Carrefour unseren sehr ähnlich. Fleisch und Gemüse günstiger, Shampoo und Wein teurer, vieles fast gleich zu Deutschland. In kleineren, bzw. brasilianischen Märkten in kleinen Städten ist es günstiger. Ein Einkauf für 2 Personen für 2-3 Tage beträgt etwa 20,00€. Ich muss aber auch betonen, dass wir auf die Ernährung achten und auf einiges (noch) nicht verzichten. Wenn man Asianudeln und Reis mit Bohnen aus der Dose isst, ist man günstiger dabei, sieht jedoch auch schnell wie 70% aller Brasilianer aus – übergewichtig. Im Schnitt betragen unsere Nahrungskosten 4€ pro Tag und Person, was durchaus OK ist. In Deutschland waren es ca. 5€, ohne Restaurantbesuche etc.

In Paraty ging uns das Gas aus so dass wir Schwierigkeiten hatten unsere Gasflasche nachzufüllen, deshalb zogen wir in ein Hostel, in dem wir für die Küchen- und Duschenbenutzung bezahlt haben (ca. 8€/ Tag incl. Frühstück).

Hier in Rio stellen wir uns auch auf Mehrkosten ein, danach jedoch wird es ländlicher, es wird weniger zu besichtigen (und zu feiern) geben daher hoffen wir, dass ab Mitte August unsere Kosten sich wieder fangen.

Und auf persönlicher Schiene?

Zickereien: 2
Streit: 1

Für 4 Wochen 24/7 keine schlechte Werte finde ich 😉

Xenia: Tim, wie hast du die Wochen bis her erlebt?

Tim: Sehr entspannt, außer die Fahrten in Favelas/ Stau/ Innenstädten. Ansonsten leben wir uns ja gut ein….

Xenia: Was fandest du bis jetzt am aufregendsten?

Tim: Bis jetzt Rio, die Stadt ist immer wieder der Wahnsinn. Nicht unbedingt schön (wegen der ganzen Betonklötze), aber echt traumhaft gelegen, sehr entspannte und buntgemischte Menschen. Kein Stress nach dem Feiern (was z.B. in England, Australien und Frankreich öfter zu beobachten war), meist gutes Wetter, überall Strassenstände mit kleinen Snacks, dutzende Strände in Laufnähe, mitten in der Stadt n Nationalpark inkl. Regenwald usw. Rio hat einfach alles!

Xenia: Bei mir war das die Landung in Sao Paulo und die Einfahrt auf die Uferstraße von Rio de Janeiro, das fand ich echt beeindruckend! Bei beidem habe ich immer noch Schmetterlinge im Bauch! So lange auf die Reise hin zu arbeiten, sparen, hoffen, planen, in diesen Augenblicken weißt du dass jeder Nagel, den du bei der Arbeit rein geklopft hast, sich gelohnt hat!

Tim: Das Durchziehen hat sich gelohnt! Und was war für die am überraschendsten?

Xenia: Wirklich die Preise und das Essen! Wie die Menschen bei einem durchschnittlichem Einkommen von ca. 500€ sich die Grundnahrungsmittel leisten können, ist mir ein Rätsel! Aber auch die nationalen Gerichte habe ich mir abwechslungsreicher und frischer/gesünder vorgestellt. Hier wächst alles, alle leichten, leckeren, gesundheitsfördernden Gerichte mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch wären hier möglich und doch wird es nicht genutzt. Bei der Hitze ist es für uns auch schwierig sich vorzustellen jeden Tag Reis, Bohnen oder Kartoffelchips AUF dem Reis zu essen; hier ist das normal zum Mittag, auch im Restaurant, also bei der Mittelschicht. Neulich musste ich sogar der Kassiererin den Unterschied zwischen Papaya und Maracuja erklären. Joghurt ohne Zuckerzusätze ist fast unmöglich zu bekommen, andere Milchprodukte (außer der Milch und Kondensmilch) gar nicht.

Tim: Frische Säfte gibt’s seltsamerweise im Supermarkt fast überhaupt nicht, fast alles nur Sirup. Für mich war aber auch der krasse Kontrast der Schichten überraschend. Feiernde Olympiatouristen und 2m daneben Menschen, die nur einen Pappkarton und Cachasa (hier ab 1,5€ pro L) in der Plastikflasche haben. Dieses direkte Nebeneinander von arm und reich hab ich bis jetzt so noch nirgends gesehen, weder in Asien, Australien noch Afrika. Im Senegal fuhren zwar auch neue Jaguars an Obdachlosen vorbei, aber das war die Ausnahme. In Australien werden die Armen/Aborigines aus den Innenstädten verscheucht und in Asien sind, je nach Land, meist alle arm oder bewegen sich in der Mittelschicht. In Rio wird jede Unterführung, jedes Waldstück/Park und auch die Nischenfenster, z.B. am Justizpalast, nachts zur Schlafgelegenheit. Jedoch wird man nirgends aggressiv angebettelt oder belästigt. Es gehört anscheinend einfach dazu.

Xenia: Apropos Anschnorren; ich habe bis jetzt nur eine einzige Pankerin gesehen. Dafür aber ist die Regenbogenkultur viel präsenter. In Lapa sind die Trassexuelle ein großer Teil des Kitzs, aber sonst auch. Ich habe auch nicht das Gefühl dass man sich noch nach einem schwulen-, lesbischen- oder trasssexuellen Pärchen umdreht oder ähnliches. Irgendwie ist es hier …. natürlicher, intablierter. Finde ich klasse!

Wir freuen uns auf eine weitere Woche, auf einen weiteren Monat. Die Zeit vergeht einerseits wie im Flug, aber auf der anderen Seite ist jeder Tag unglaublich intensiv. Ich bin selten täglich mit einem Lächeln aufgewacht, hier ist es schon seit einem Monat der Fall! 🙂

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5 Comments

  1. Hi,
    You don’t visit Bariloche in Argentina? It’s almost a German colony!

    • Xenia Reply

      Hi!
      We wasn´t in Argentina right now. At November it´s on our list 🙂 Thank you for your suggestion!

  2. Liebe, Glückwünsche auf Initiative der Reise von Ihnen, mein Name ist Paul und ich bin ein Brasilianer, der auch liebt es zu reisen. Ich beabsichtige, eine ähnliche Reise zu leiten und begleiten Ihr Abenteuer, wann immer ich kann.
    Wie Sie vielleicht bemerkt haben, ich bin mit Google Übersetzer, weil ich Deutsch nicht sprechen kann. Entschuldigung.
    Ich habe einen curisiosidade und hoffen, dass Sie mir antworten können.
    Der Transport reisemobile zwischen den Kontinenten wurde von diesem Unternehmen durchgeführt ?
    Was sind die Kosten im Verhältnis zu diesem Transport?
    Da die Schifffahrt ?
    Ich bin sehr dankbar, wenn Sie reagieren können.
    Gute Reise!
    Genießen Sie die Sonne.

    • Xenia Reply

      hi,

      we travelled with http://www.seabridge.de, but there are a lot of companies that organise shipping of cars/trucks over the atlantic or pacific. we travelled from hamburg to montevideo, but i´m sure it´s possible from santos or Rio, Vitoria etc to europe as well. the costs depend directly on the size of the car and if you want to travel with the cars or if you only want to send it.

      Saludos; Tim

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