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Hallo alle zusammen!

Meine Schusseligkeit von gestern hat mich heute ein wenig an die Bank im schönen Canguru Hostel gebunden und so habe ich mich ein wenig mit dem Thema „Digitale Nomaden“ ausführlicher beschäftigt.

Digitaler Nomade – meine erste Schritte

Wie einige bereits wissen hadere ich noch ganz schön mit mir selbst, wie viel Zeit und Kraft ich in unseren Blog, Instagram und Facebook investieren möchte. Viel zu oft liest man wie toll das Leben von digitalen Nomaden wäre und wie einfach sich dadurch das Reiseleben finanzieren lässt. Wenn aber sich nur ein wenig tiefer mit dem Thema befasst, merkt man dass es oft kein Zuckerschlecken ist. Der Beitrag von Weltreiseforum beschreibt es eigentlich schon ganz gut.

Tim und ich haben einfach nur gespart und alles verkauft. Alles kein Hexenwerk und ist in paar Sätzen erklärt. Wenn man ein paar Wochen im jeweiligen Land verbracht hat kann man ja schon grob überschlagen wie lange man mit dem Ersparten so auskommen kann. Die deutsche Vorsicht steckt aber, zumindest in mir, ganz schön tief. Man fragt sich eigentlich bei jeder Ausgabe, ist es auch OK so? Ist es nicht zu teuer? Da wäre natürlich so ein Verdienst durch die Arbeit am PC, unter der Sonne, im Bikini, echt gut! Doch nun, nach nur ein paar Wochen, merkt man dass es eine wirkliche Arbeit ist.

Die wirkliche Arbeit eines digitalen Nomaden

Wenn man mal ein Tagesausflug gemacht hat müsste man darüber berichten. Ich fotografiere unglaublich gerne, daher stört es mich weniger, Bilder zu machen und diese später auszusortieren. Ich bin kein Freund von Fotofiltern und Retusche, zur Genüge sehen wir „zu-Tode“ nachbearbeitete Bilder, die mit der Realität nicht mehr viel gemein haben, daher fällt die Arbeit bei mir schon mal weg. Ich schreibe gerne, also fällt mir auch das auch nicht so schwer, aber die Zeit! Am nächsten Tag möchte man einfach an den Strand, mal endlich die 100 Bücher lesen, die man mithat, endlich malen und sich mehr mit der Fotografie beschäftigen, aber nein, eigentlich müsste man da ja noch ein Bericht schreiben.

Konzentration, wo war sie noch mal?

OK, dann hat man sich die Zeit genommen und setzt sich an nen Tisch,macht sich n Tee oder Cocktail und wartet bis die Muse sich dazu setzt, doch was passiert? Das Telefon klingelt, der PC hat irgendeine neue Macke und Internetverbindung lässt mal wieder zu Wünschen übrig. Die Konzentration ist dahin und die Muse scheint nicht mal in der selben Stadt mehr zu sein! Wenn dann doch Ruhe ist, fällt einem ein, dass die Wäsche ja schon seit zwei Tagen auf der Leine hängt und der Bus von Innen auch mal gestrichen werden wollte. Aber gut, es hat ja jetzt Zeit, man ist ja frei und man kann einige Dinge auch mal nach hinten schieben, also weiter in Recherchemodus. „Sonahundsofern“ beschreibt den vollen Tagesablauf der Reisebloggerin recht gut, denn kann ich auch jetzt schon sehr gut nachvollziehen.

Was will ich wirklich?

Will ich das? Haben wir diese Reise nicht begonnen um endlich zu entschleunigen? Nichts mehr hinterher zu rennen? Nix mehr MÜSSEN, sondern nur können und dürfen? Keine Termine mehr? Keine Mails? Wollte man nicht mehr das Rädchen im System sein und strebt jetzt doch in das „digitale“ System zurück, auf der Suche nach noch einem Cent und noch einem Euro? Im Podcast von einer der erfolgreichen Blogger Deutschlands „Travelicia“ hört sich alles auch so gut an, wenn man aber bedenkt, dass die Felicia schon seid über 10 Jahren reist und schon seid über 3 Jahren zu den besten Bloggern in Deutschland gehört, bedarf es wohl ganz schon viel Zeit und Arbeit um auf ihren Standard (ca. 2.000- 3.000 € Einnahmen pro Monat) zu kommen. Doch halt, wie viele digitale Blogger gibt es eigentlich schon heutzutage? Richtig, man ist also nicht mehr einer der ersten, sondern nur noch einer der tausenden, die es irgendwie schaffen wollen.

Das momentane paradoxe Verhalten ist mir schon bewusst, denn schließlich poste ich jetzt gerade diesen Artikel, es zeigt aber somit wie unentschlossen ich noch bin und wie schwierig die Selbstfindung auf Reisen sein kann. Bin ich ungeduldig? Setze ich mich zu sehr unter Druck? Ja, wahrscheinlich, denn zu Hause kennt man es doch auch nicht mehr anders. Man möchte immer weiter, schneller und den westlichen Lifestyle, der uns seit Jahren täglich vorgelebt und eingebläut wird, gerecht werden. Das ist nicht innerhalb von paar Wochen abzulegen. Sich zu entschleunigen und zu entscheiden was man am Ende wirklich will, kann halt auch auf Reisen sehr schwere Arbeit sein.

Ein Jahr später habe ich einen zweiten Teil dazu verfasst. Wie haben sich meine Ansichten verändert? Habe ich noch Lust darauf? Zum Teil 2 gehts hier lang

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2 Comments

  1. Sehr schöner Artikel, gibt es einen zweiten Teil. Wohin haben die Gedanken geführt?

    • Xenia Reply

      Hallo MiKa,
      du hast recht, es ist höchste Zeit einen zweiten Teil zu schreiben!
      Wie man an der Seite sieht, habe ich nicht aufgegeben, sondern eher das Bloggen für mich neu definiert.
      Tipps und Tricks, To Do Listen erstellen, das ist mehr meins und ab und an auch was persönliches 🙂
      In kommenden Wochen nehme ich mir Zeit und werde ausfrühlich über die Umdenkzeit berichten, versprochen!
      LG und immer Sonne im Herzen tragen!

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