Nach 17 Tagen Paraty brechen wir am 26.07.16 nun nach Rio auf. Dass wir in diesem kleinen Städtchen so lange geblieben sind ist nicht nur der Ruhe und der Schönheit dessen geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass wir einen Campingplatz in Rio gefunden haben der ab dem 01.08. speziell für die Olympiazeit eingerichtet worden ist. Der Campingplatz ist nicht nur recht günstig an der Stadt gelegen, sondern ist sogar preiswerter als der Regulärer. Also hieß es paar Tage länger relaxen, den Bus etwas aufhübschen und sich um paar Ersatzteile und neue Gasflasche kümmern.

Nun brach der Dienstag an und die Segel wurden gehisst. Über Angra dos Reis, das übrigens nicht näher erwähnenswert ist, außer dass durch die Größe der Stadt auch vieles an Busteilen und Gas verfügbar sind. Über den Hafen der Stadt ist auch die Ilha Grande erreichbar, doch wegen der bewölkten Tage haben wir diesen Ausflug nicht wahrgenommen. Ein Bier und ggf. ein Aufenthalt im Hostel Guapuruvu ist übrigens sehr zu empfehlen, die Inhaber sprechen gut englisch, das hölzerne Architektenhaus ist wunderschön und besticht durch antike Möbel.

Wie schon erwähnt, konnte Tim nun endlich hier die neuen Stoßdämpfer finden. Der Einbau war in 1,5h erledigt. Ich liebe alte Autos!

Also machten wir nun streng nach deutschen Regel der Pünktlichkeit am 01.08. auf, um die letzten 90km zu unserem nächsten Abenteuer: ins etwas größere ( 8 Mio.) Rio de Janeiro!!!

Über die Stadtautobahn gelangt man in die ehemalige Hauptstadt. Hier ist es nicht zu übersehen wie viel Mühe sich die brasilianische Regierung mit die Modernisierung der Infrastruktur gegeben hat. Die Straßenbahnhaltestellen sind modernisiert, die Straßen sind in verschiedene Sektionen unterteilt, die z.B. eine separate Omnibus und Express-spur beinhalten. Durch die Videoüberwachung halten sich hier sogar Einheimische an die Regeln! Dem Stau tut es kein Abbruch, für etwa 12 km haben wir 4 Stunden gebraucht! Wie Ihr merkt haben wir dadurch bisschen Zeit gehabt um ein paar Fotos zu schießen, wodurch Ihr unsere Einfahrt fast wie in einem Daumenkino mitverfolgen könnt.

In das Stadtzentrum selbst fuhren wir an der frisch befriedeten Favela Rocihna vorbei. Von der Stadtautobahn aus gesehen sind die Häuser sicherlich wild und ohne jegliche Regeln gebaut, doch der Schock blieb aus. Ich persönlich fand das Bild das uns im deutschen TV vermittelt wird und das hier vor Ort sehr identisch.

Unter der Favela führt ein Tunnel zu dem weltberühmten Küstenabschnitt. Durch Öffnungen in der Außenwand eröffnet sich plötzlich dieses unbeschreibliche Panorama. Wie eine erfahrene Lady zeigt die Stadt nicht sofort all ihre Schönheit, hinter jeder Kurve der Praia do Leblon, der Praia do Ipanema, wird es immer schöner, die Sonne scheinbar intensiver und die Wellen immer blauer. Über Praia do Arpoador, Diabo, fährt man plötzlich auf die Copacabana. Olympiastände, deutscher, dänischer und österreichischer Pavillion (nicht der schlechteste Platz zum Arbeiten!). Jogger mit Körper eines Leichtathleten, Bikinischönheiten, Polizei und Medien, alles vermischt sich zu einer glitzernden Landschaft, die erst mal realisiert werden muss. Praia do Leme, Botafogo und Flamengo, es reiht sich aneinander und wir sind froh, dass wir uns hinter eine Patrouille hängen können, um fast in Schrittgeschwindigkeit alles erblicken zu können. Über Pier Mauá gelangen wir dann auf die Brücke „Presidente Costa E. Silva“ die uns nach Niterói bringt, damit wir unsere Zelte auf dem Parkplatz direkt am Caminho Niemeyer aufschlagen können.

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