So, genug „Angekommen“, nun will ich an den Strand!!! Wir haben Sao Paulo hinter uns gelassen und sind nun Richtung Süd-Osten, an die Küste, unterwegs.

Der erste Teil der Strecke verlief relativ unspektakulär, außer den Radfahrern am Autobahnrand, den häufigen Buschbränden ( kontrolliertes Abbrennen von zu üppiger Vegetation) und sehr unregelmäßigen Autobahngebühren. Mal haben wir 19€ auf 80km bezahlt, mal 10€ auf 250km.

Als Übernachtungsplatz diente uns ein Carrefour Supermarktparkplatz. Dort haben wir den Shop auch gleich besucht, um uns ein Bild von Preisen und Angebot zu machen. Folgendes ist uns aufgefallen:

Ausländisches hochprozentiges (Jägermeister, Absolut Wodka & Co.) sehr teuer, Weine jeglicher Herkunft auch. Martini dagegen günstiger, Bier entsprechend der Marke (von 40ct bis 3€ pro Dose). Drogerieartikel sind bei Markenprodukten preislich unseren ähnlich, jedoch mit DM Eigenmarken u.ä. nicht zu vergleichen. Spülmittel hat viel geringere Fettlösekraft als unseres. Obst und Gemüse ist erwartungsgemäß günstig, Käse dagegen sehr teuer. Nüsse, Beeren, Haferflocken sucht man fast vergebens. Aber nun zum Fleisch….. Kinder, das hier ist KEIN Land für die Vegetarier!!! Nirgendwo sonst habe ich so viele Kühe auf Feldern weiden und deren Fleisch so günstig an der Fleischtheke gesehen (z.B. 500g frisch vom Stück gehäckseltes Rinderhack 1€)!!! Und die Qualität? Ach ihr Steakliebhaber, euch werde ich in Kürze einen eigenen Artikel widmen!!! Es ist ein Traum hier!

Als Abschluss möchte ich noch schnell bemerken, dass Carrefour allgemein ein sehr großer, reichhaltiger, aber auch sehr teurer Supermarkt ist. Um sich vom brasilianischen Angebot ein Bild zu machen ist es sicherlich gut mal drin zu sein, aber einkaufen würde ich euch nicht empfehlen – zu hoch sind die Preise für einen Low-Budget-Reisenden.

Nach unserer sehr ruhigen Nacht auf dem Parkplatz sind wir los Richtung Paraty. An die 200km sind zu bewältigen. Eigentlich haben wir die malerische Strecke entlang der Küste gewählt. Doch alles hat seinen Preis. Irgendwann erblickten wir ein Hinweis der Omnibussen und LKWs über 18 m Länge die Durchfahrt auf 16 Kilometern verbietet. Eine Umleitung wurde nicht vorgeschlagen. Umkehren kam nicht in Frage, zu lange sind wir schon unterwegs gewesen, also los! Wir sind ja auch kein Omnibus!!!

Was soll ich sagen, die Fahrt war eine Wucht! Weite Landschaften, Berge, es wurde alles geboten und sogar auch Pausen um die Bremsen abzukühlen (wenn man mit Fuß- und Handbremse nicht mehr zum stehen kommt weiß man dass es Zeit ist 😉 ! Ja, richtig gelesen, denn will man ca. 1.500 Höhenmeter innerhalb von ca. 18km überwinden muss man schon ein paar 180-Grad-Kurven und recht steile Wege in Kauf nehmen; wie steil seht ihr auf den Bildern. Erste Herausforderungen hat unser Sternchen aber gut gemeistert (von qualmenden Bremstrommeln abgesehen) und ist tapfer mit uns in das wunderschöne Tal gefahren. Die Belohnung war unten umso schöner!!! Aber dazu später, jetzt heißt es: Gute Nacht Deutschland, momentan gefällt uns der Winter hier irgendwie besser 😉

 

 

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