Ein Jahr nach dem ersten Betrag zu „Digitale Nomaden“

So, nun sitze ich wieder, fast ein Jahr später nach meiner ersten Veröffentlichung zu dem Thema „Digitale Nomaden“ an einem schönen Ort, mit lecker Getränken und denke nach….

Der Alltag holt einen schnell wieder ein

Vor nicht ganz einem Jahr sind wir nach Südamerika aufgebrochen, wir wollten reisen, fremde Kulturen erleben, entschleunigen, fotografieren, bloggen, uns selbst wiederfinden… Das haben wir auch gemacht und zwar wirklich DAS ALLES! Die Tage, Wochen verflogen wahnsinnig schnell und das Konto wurde auch immer leerer. Jetzt sind wir wieder in Deutschland – die Reisekasse auffüllen, Familie und Freunde besuchen und spätestens September wieder zurück, Etappe Nummer 2 wartet!

Fast von Null auf Hundert ging es hier wieder los. Dreizehn Stunden am Tag arbeiten, Baustellen, Behörden, Besuche, das wahre Leben hat uns zurück.

Wie blogge ich jetzt weiter?

Ich habe mich im Laufe der Reise in Vieles eingelesen: Contents, Google Analytics, Facebook Strategie, alles keine Fremdwörter mehr. Regelmäßigkeit ist eins der Schlagwörter, das man überall liest, man soll stetig was veröffentlichen, immer Präsenz zeigen. Auf Reisen geht es vielleicht auch, aber jetzt, wo der Arbeitstag einen wieder hat – wie soll das gehen? Der Arbeitstag fängt um 6.00 und hört um 19.00 auf – wo will man da noch Berichte und Fotos posten, wo will man da noch einen qualitativ hochwertigen Content schaffen? Posten um des Postens Willen? – Nein, danke!

Unsere Zielguppe

In letzten sieben Monaten haben wir uns bereits einen sehr kleinen, aber feinen Leserkreis aufgebaut und freuen uns wenn wir einigen Reisenden, oder die es noch werden wollen, helfen können.

Ich bin froh, dass wir unsere Zielgruppe auch endlich definiert haben und ich behaupte mal, dass der größte Teil die an unseren Geschichten und Tipps interessiert ist, nicht jeden Tag zu einer bestimmten Zeit einen neuen Input braucht und nicht alle paar Minuten Facebook und Instagram checkt. Ihr seid selbst mit Vorbereitungen, Behörden, dem Leben an sich beschäftigt. Wenn ihr uns braucht, ihr wisst wo wir sind, aber wir müssen nicht ständig an eurer digitalen Tür klopfen.

Wir helfen gerne, wir schreiben gerne, wir recherchieren auch mit größtem Elan, aber bitte was bring es, wenn es nur halbherzig und aus einem puren Muss passiert?

Sich von Zwängen befreien

Da sind wir wieder „MUSS“ , das hatte ich doch schon beim ersten Artikel 🙂 Nein, nein, das ist nun anders. Die Reise hat uns definitiv zurück zu uns selbst gebracht. Man macht nun das was man schafft, der Rest muss halt warten.

Prioritäten setzen

Vielleicht kommt es drauf an, für welchen Art des Blogs man sich entscheidet.
Wir möchten euch gerne Infos und Tipps zur Verfügung stellen, die wir auch gerne vor unserer Reise gehabt hätten. Das bedarf keines täglichen Upgrades.

Vielleicht ist das Geld noch weniger wichtig geworden.
Nicht weil wir auf einem mal im Lotto gewonnen haben, sondern weil wir jetzt wissen, dass wir noch weniger brauchen, dass wir uns noch mal verkleinern wollen und somit der Druck, irgendwann eine Summe X mit dem Blog verdienen zu wollen noch kleiner geworden ist.

Vielleicht weil wir UNS noch wichtiger geworden sind.

Vielleicht weil das Bestreben zu diesem einem tollen, großen Kreis der Reiseblogger zu gehören weniger geworden ist, weil man hinter die Kulissen geschaut hat und gesehen hat, dass es nun mal nicht das ist was es so oft verspricht zu sein und die Art der Arbeit nicht unsere ist.

Einer unseren „Kollegen“ von 7globetrotters.de haben es hier fantstisch zusammengefasst. Dieser Text beschreibt auch zu 100% unsere Erfahrung mit dem Bloggen.

Auch profit.de haben einen netten Text dazu veröffentlicht.

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